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Die Region rundherum.

Sieben Kapitel über St. Johann in Tirol – die Berge, das Wasser, der Winter, die Veranstaltungen.

Blick vom Kitzbüheler Horn über den weiten Talkessel von St. Johann in Tirol, im Hintergrund das Wilder-Kaiser-Massiv.Familie auf einem Bergrücken über dem Tal, vor ihnen die schneebestreute Felswand des Wilden Kaisers.Skifahrer auf einer frisch präparierten Piste im Morgenlicht, die Sonne streift den Schnee.Wanderer am Almweg im Sonnenaufgang, vor sich das weite Tal und die Berge der Kitzbüheler Alpen.
Kapitel I · Im Tal

Wo Sie eigentlich gelandet sind.

Am Fuß des Wilden Kaisers, zwölf Kilometer östlich von Kitzbühel – rund eineinhalb Stunden vom Münchner Flughafen.

St. Johann in Tirol liegt in einem breiten Talkessel, dort wo vier Talschaften zusammenlaufen und drei Gebirgsbäche sich zur Großache vereinen. Im Norden der Wilde Kaiser mit seinen senkrechten Felswänden, im Süden das Kitzbüheler Horn – das Dorf im Talboden dazwischen, knapp 660 Höhenmeter.

Karte von Österreich mit den Nachbarländern Deutschland, Schweiz und Italien. Die Region rund um St. Johann in Tirol in den Kitzbüheler Alpen ist markiert; die Flughäfen München, Innsbruck und Salzburg sowie Wien sind eingezeichnet.
Karte · St. Johann in Tirol, Kitzbüheler Alpen

Die Lage ist verkehrsgünstig auf eine Tiroler Art: Drei internationale Flughäfen erreichen Sie in unter zwei Stunden, dazu ein eigener Bahnhof mit ÖBB-Anschluss nach Salzburg, Innsbruck und München. Wer mit dem Auto kommt, fährt die Inntalautobahn bis Wörgl, dann zwanzig Minuten über die B178 ins Tal.

Was die Region eigentlich definiert: Sie ist nahe genug an Kitzbühel für den Glamour-Tag, aber weit genug weg, dass das Dorfleben noch nach Dorfleben aussieht. Der Ortskern ist barock – der Leukentaler Dom, ein paar bemalte Bürgerhäuser am Hauptplatz, eines davon in unserer eigenen Wieshoferstraße. Die Bäckerei am Hauptplatz öffnet um sechs.

Kapitel II · Die Berge

Drei Gipfel, die man vom Fenster aus sieht.

Wilder Kaiser im Norden, Kitzbüheler Horn im Süden, dazwischen der Harschbichl – der Hausberg mit der Bergbahn.

Der Wilde Kaiser ist der dominante Horizont – ein Felskamm, der über dem nördlichen Talrand steht wie ein Bühnenbild; Sie sehen ihn vom Frühstückstisch der meisten Wohnungen. Höchster Punkt der Gemeinde ist die Maukspitze mit 2.231 Metern. Auf die Kaiserseite führt der Maiklsteig hinauf – eine knappe Stunde bergauf am Morgen, und Sie stehen über dem Talschatten, wenn die Sonne den Felskamm trifft. Wer weiter will, hat in der Ackerlhütte einen Stützpunkt; die Gipfel darüber sind ernsthaftes alpines Gelände, für Geübte mit Bergausrüstung.

Wanderer auf einem markierten Steig über St. Johann in Tirol, dahinter der Felskamm des Wilden Kaisers.
Kaiserseite · Steig im Morgenlicht

Das Kitzbüheler Horn südlich vom Tal ist die Schokoladenseite – Sonne ab dem Morgen, 1.996 Meter, knapp am Zweitausender vorbei, der 102 Meter hohe Sendeturm als weithin sichtbares Wahrzeichen. Von der St. Johanner Seite fahren Sie mit der Harschbichlbahn rund fünfzehn Minuten hinauf; von der Bergstation sind es zwanzig Minuten zu Fuß bis zum Einstieg, dann führt der Horn-Gipfel-Höhenweg über versicherte Passagen zum Gipfel – wer mag, nimmt den Klettersteig. Von der Kitzbüheler Seite geht es auch direkt mit der Hornbahn hinauf. Oben dann der Lohn: an klaren Tagen reicht der Blick über den Wilden Kaiser bis zum Großglockner und zum Großvenediger.

Das Kitzbüheler Horn südlich von St. Johann in Tirol, mit dem 102 Meter hohen Sendeturm am Gipfelgrat.
Kitzbüheler Horn · 102-m-Sendeturm am Gipfelgrat

Der Harschbichl ist der Hausberg von St. Johann – die Nordschulter des Kitzbüheler Horns, weniger spektakulär als die großen Nachbarn, aber praktisch. Die Gondelbahn fährt im Sommer und im Winter auf 1.604 Meter, die Talstation erreichen Sie in fünf Minuten. Oben starten Wanderwege für jedes Niveau und im Winter die Pisten des Skigebiets St. Johann.

Blick auf den Wilden Kaiser über das Tal von St. Johann in Tirol im Sommer.
Tafel I · Sommerhorizont

Der Wilde Kaiser, vom Hinterkaiser aus gesehen.

Kapitel III · Wasser

Drei Seen, jeder in seiner eigenen Farbe.

Schwarzsee Kitzbühel, Hintersteiner See, Pillersee – plus die Panorama Badewelt fünf Minuten vor der Tür.

Der Schwarzsee bei Kitzbühel ist der prominenteste – ein Moorsee, deshalb außergewöhnlich warm, einer der wärmsten Badeseen der Alpen; dem Moorgehalt sagt man Heilwirkung nach. Dreizehn Kilometer von St. Johann, ein Strandbad mit Liegewiese und Bootsverleih, dahinter der Blick zum Hahnenkamm. Voll an Hochsommer-Wochenenden, ruhiger unter der Woche.

Familie auf einer Sommerwanderung an einem kleinen Bergsee in den Kitzbüheler Alpen, im Hintergrund das weite Tal.
Bergsee-Rundweg · Sommerwanderung

Der Hintersteiner See liegt hoch über Scheffau, am Fuß des Wilden Kaisers, mitten im Naturschutzgebiet – ein glasklarer, türkis schimmernder Bergsee, 36 Meter tief und entsprechend kühl. Schwimmen ist mutig, der Rundweg um das Ufer ist Pflicht; das Bergmassiv spiegelt sich im Wasser, eine der meistfotografierten Stellen Tirols. Ein Sommertipp unter Einheimischen: mit dem Leih-SUP – oder zu Fuß über den Uferweg – zu den Klippen am anderen Ufer, und von dort ins Wasser springen.

Familie sitzt am Ufer eines Bergsees in den Kitzbüheler Alpen im Abendlicht, im Hintergrund Tannen und die Silhouette der Berge.
Bergsee in der Region · Sommerabend

Der Pillersee ein Tal weiter ist ruhiger, smaragdgrün, mit Uferweg und Tretbooten – familiengeeignet, kein Massentourismus. Und im Tal selbst, fünf Minuten vom Haus, die Panorama Badewelt: 50-Meter-Sportbecken, Familienbereich mit Rutschen, Saunawelt und ein großes Freibad – ganzjährig offen, und mehr als nur der Schlechtwetteranker, als der er oft gilt.

Im Sommer das Wasser, im Winter der Schnee – dieselbe Landschaft, zwei verschiedene Wochen.

Hermann Erler · Gastgeber

Kapitel IV · Im Winter

Drei Skigebiete, die man ohne Auto erreicht.

Drei Skigebiete im Halbstundenradius, Langlauf vom Haus weg, kostenloser Skibus zur nächsten Liftstation.

Das Skigebiet St. Johann liegt am Hausberg Harschbichl – 40 Pistenkilometer auf der schneesicheren Nordseite des Kitzbüheler Horns, gut präparierte Familienpisten, eines der wenigen Tiroler Gebiete, das bewusst auf Anfänger und Familien spielt. Der Skibus hält in Fußnähe, die Talstation erreichen Sie in fünf Minuten. Ein paar Minuten weiter liegt der Einstieg Eichenhof – moderne Gondelbahn, die Skischule direkt an der Talstation, der bequemste Start für Familien. Und es ist ein zusammenhängendes Gebiet: Mit demselben Skipass fahren Sie über den Harschbichl hinüber bis nach Oberndorf, die 40 Kilometer verteilen sich auf drei Einstiege.

Skifahrer auf einer frisch präparierten Piste im Skigebiet St. Johann, im Hintergrund das Kitzbüheler Horn mit Sendeturm.
Skigebiet St. Johann · Piste am Harschbichl

Wer mehr Pistenkilometer will, fährt fünfzehn Minuten zur SkiWelt Wilder Kaiser – mit 275 Pistenkilometern und acht verbundenen Orten eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. KitzSki am Hahnenkamm zwölf Kilometer weiter ist das legendäre – steile Hänge, die Streif, Glamour-Faktor inklusive. Am Hahnenkamm-Wochenende im Januar wird es laut und voll; wer es ruhig mag, fährt diese Tage hier im Tal.

Verschneite Loipenlandschaft am Bauernhof Oberlacken im Winter.
Loipenstart · zwei Minuten vom Haus

Was viele unterschätzen: die Loipen liegen direkt im Tal. Vom Bauernhof Oberlacken sehen Sie den Einstieg in die Hinterkaiser-Loipe vom Küchenfenster aus, vom Appartement Erler sind es zehn Minuten zu Fuß. Klassisch oder Skating, präpariert von Dezember bis März, gratis – Teil eines Loipennetzes von rund 170 Kilometern. Tirol ist Langlauf-Land. Ein Tipp für den Abend: zehn Minuten Richtung Going liegt die Astberg-Rodelbahn, Mittwoch bis Samstag bis in die Nacht beleuchtet – die Rodel gibt es an der Talstation.

Bauernhof Oberlacken im Grünen mit Bergblick.
Tafel II · Sommerwiese

Hinter dem Hof beginnt der Wald, am Horizont der Kaiser.

Kapitel V · Mit der Familie

Was Sie machen, wenn die Kinder mit sind.

Kletterwald und Mountaincart am Hausberg, der Wildpark, ein Wasserfall zum Hinwandern – und drei Ausflüge, die einen ganzen Tag tragen.

Der Kletterwald Hornpark liegt an der Mittelstation der Harschbichlbahn – auf dem eigenen Hausberg, fünf Minuten von den Häusern. Elf Parcours, ein eigener für Kinder ab drei Jahren, ein Flying Fox über den Angereralm-Bergsee mit Blick auf den Wilden Kaiser – ein Halbtagestermin, der ältere Kinder zuverlässig auspowert. Anmeldung lohnt sich, an Schönwettertagen sind die Slots eng. Von derselben Mittelstation rollt die Mountaincart-Strecke 3,8 Kilometer hinunter ins Tal – auf drei Rädern durch Wald und Wiesen, mit Helm und gut gesichert.

Person auf einem Hochseil-Parcours zwischen den Bäumen im Kletterwald Hornpark, im Hintergrund das Wilder-Kaiser-Massiv.
Kletterwald Hornpark · Parcours mit Kaiserblick

Der Wildpark Aurach liegt fünfzehn Minuten weg – Rotwild, Steinwild, Luchse und Yaks in Tirols größtem Freigehege. Hauptattraktion ist die Wildfütterung, Freitag bis Sonntag um halb drei. Dazu ein Streichelstadl und ein großer Spielplatz; im Frühjahr Lämmer, im Herbst Brunftzeit – für die Kinder das Größte.

Direkt vom Hauptplatz weg lässt sich der Eifersbacher Wasserfall erwandern – über Wiesen, Stege und Brücken den Bach entlang, bis das Wasser 25 Meter neben Ihnen ins Tal stürzt; rund zweieinhalb Stunden durch einen fast tropisch wirkenden Wald, gut mit Kindern zu gehen. Für die heißen Tage liegt die Panorama Badewelt fünf Minuten vom Haus: Familienbereich mit Rutschen, ein 50-Meter-Sportbecken im Freien, dazu Saunawelt und Liegewiese. Und zehn Minuten Richtung Going wartet der Goinger Badesee – von Kaiserquellen gespeist, als schönster Naturbadesee Tirols ausgezeichnet, mit flachem Sandstrand, Kinderbucht und einer hundert Meter langen Freiluftrutsche.

Zwei Kinder rollen mit einem Mountaincart eine Schotterstraße ins Tal, im Hintergrund das Kitzbüheler Horn mit dem Sendeturm.
Mountaincart · 3,8 km vom Hausberg ins Tal

Drei Ausflüge tragen einen ganzen Tag. Ellmi's Zauberwelt am Hartkaiser über Ellmau ist eine Berg-Erlebniswelt rund um den Zauberfrosch Ellmi – Themenwege und Spielstationen, hinauf mit der Gondelbahn. Das Hexenwasser über Söll dreht sich ums Wasser: Österreichs längster Barfußweg mit über sechzig Stationen, über Steine, Bäche und Wiesen. Und der Triassic Park auf der Steinplatte bei Waidring führt dorthin, wo vor 200 Millionen Jahren ein Urmeer-Riff lag – ein kinderwagentauglicher Rundweg zu lebensgroßen Dinosauriern und einem Sandstrand auf knapp 1.700 Metern.

Kapitel VI · Veranstaltungen

Feste, Märkte, und ein 595-Meter-Tisch.

Der Wochenmarkt am Freitag, im Sommer Musik auf dem Hauptplatz, im September das Knödelfest – das Dorf hat seinen eigenen Kalender.

Den festen Takt gibt der Wochenmarkt vor. Jeden Freitag von März bis November, neun bis sechzehn Uhr, wird der Hauptplatz zum Marktplatz – Speck und Bergkäse, Brot, Honig, Kräuter, frischer Fisch, dazu Stände mit Germkiachl und den St. Johanner Würstln. Man geht freitags nicht nur zum Einkaufen hin – das halbe Dorf ist am Hauptplatz, man bleibt stehen, redet, schlendert durch; einmal die Woche wird die Gemeinde sichtbar.

Zwei Frauen schlendern über den Hauptplatz von St. Johann in Tirol; im Hintergrund die Dekanatspfarrkirche und Marktstände mit gelben Sonnenschirmen.
Hauptplatz · Freitag im Sommer

Im Sommer hat das Dorf seinen eigenen Soundtrack. Freitags spielt die Musikkapelle ihre Platzkonzerte am Hauptplatz; mittwochs ist Lang & Klang – Livemusik vor den Wirtshäusern, die Geschäfte länger offen, dazu Open-Air-Kino. Nichts davon braucht eine Eintrittskarte – es passiert einfach, während Sie da sind.

Zwei Termine ragen heraus. Im September das Knödelfest: An einem 595 Meter langen Tisch durch die Speckbacherstraße werden über 26.000 Knödel in gut zwei Dutzend Sorten serviert – Speck, Kas, Semmel, Marille; es fällt bewusst auf den Beginn des Münchner Oktoberfests. Und im Advent der Weihnachtsmarkt, von Ende November bis Heiligabend, Freitag bis Sonntag – ruhiger als die großen, mit offenen Feuerstellen und Kunsthandwerk. Beides lohnt den Weg – einmal am langen Knödeltisch gesessen, einmal abends durch den Weihnachtsmarkt gegangen, das bleibt.

Festumzug in Tiroler Tracht durch die Speckbacherstraße zum St. Johanner Knödelfest im September.
Knödelfest · Festumzug durch den Ort
Kapitel VII · Praktisches

Anreise, beste Zeit, und wo man wohnt.

Wie man herkommt, wann es sich am meisten lohnt – und die Frage, die danach kommt.

Mit dem Auto kommen Sie über die A12 Inntalautobahn – aus Richtung München mautfrei über Kufstein Süd, aus Richtung Innsbruck über die Ausfahrt Wörgl-Ost –, dann auf die B178 ins Tal. Mit dem Zug bis zum Bahnhof St. Johann in Tirol, ÖBB-Anschluss aus Salzburg, Innsbruck und München; vom Bahnhof sind es fünf Minuten mit Taxi oder Stadtbus. Und drei internationale Flughäfen liegen in unter zwei Stunden Fahrzeit.

Zwei Radfahrer auf einer Tallandstraße bei St. Johann in Tirol, im Hintergrund die Felswand des Wilden Kaisers.
Im Tal · Straße mit Blick zum Wilden Kaiser

Die beste Reisezeit hängt davon ab, was Sie wollen. Hochsommer Juli und August für Badeseen und alpine Wanderungen – aber die Preise sind oben und es ist voll. Mai, Juni und September, Oktober sind die Geheim-Empfehlung: stabiles Wetter, die Bergbahnen offen, weniger Trubel. Im Winter Januar bis März, der Februar der verlässlichste Schneemonat.

Eine Frage bleibt: wo man wohnt, während man all das erlebt. Wir betreiben diese Region nicht – wir leben hier und vermieten ein paar Wohnungen an Gäste, die das Tal selbst sehen wollen. Zwei Häuser, das eine mitten im Dorf, das andere draußen am Hinterkaiser; welches besser passt, ist die nächste Frage.

Wo wohnt man dafür? ↘︎

Zwei Häuser für dieses Tal.

Zwei Häuser, sechs Wohnungen, ein Gastgeber – die Wahl zwischen Dorfmitte und Hinterkaiser.

Autor: Appartement Erler

Fotos: TVB Kitzbüheler Alpen, St. Johann in Tirol

Veröffentlicht: Mai 2026